Es reicht! Rechte Netzwerke zerschlagen!

Sonntag, 30. August, 16:00
Start: Rudower Spinne / U-Rudow, Ziel: U-Wutzkyallee
Antifaschistische Demonstration mit Rudow empört sich, Kein Generalverdacht und Neukölln Watch

Rechte Sympathisanten in der Staatsanwaltschaft, Verstrickungen von Polizei mit Naziszene und immer neue rassistische Angriffe – es reicht! Schluss mit Naziterror!

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Redebeitrag: Herzlich willkommen vor dem Polizeiabschnitt 54!

Der Polizeiabschnitt, der Naziangriffe nicht mal erkennen will, wenn ein 1m großes knallrotes Hakenkreuz direkt danebengesprüht ist.

Heute durften wir in den Nachrichten lesen, dass die Naziangriffe der letzten Tage und Wochen hier im Kiez angeblich nicht von den etablierten Neuköllner Neonazis begangen worden seien, und dass es vielleicht überhaupt gar keine Neonazis waren! Man kann sich nur an den Kopf fassen bei so viel Ignoranz. Das alte Sprichwort ist wahr: die Deutschen kennen 100 Wörter um zu sagen, dass jemand kein Nazi ist, oder dass ein Naziangriff kein Naziangriff ist.

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26. Juni: Demo nach Brandanschlägen

In der Nacht vom 18. auf den 19. Juni wurde die Damaskus-Konditorei in der Sonnenallee erneut Ziel eines Anschlages. Ein Auto brannte vollständig aus, das Haus wurde mit SS-Runen beschmiert. Dies war bereits der siebte Angriff auf die Bäckerei seit dem letzten Sommer. Noch Anfang Juni wurde ein Restaurant in der Wildenbruchstraße mit Hakenkreuzen markiert.

Die Betroffenen dieser Welle rechter Übergriffe berichten von rassistischen Anfeindungen, die durch die reißerische Berichterstattung über angebliche „arabische Clan-Kriminalität“ befeuert wird. Neonazis und Rassist*innen fühlen sich davon offenbar ermutigt – und die Anschläge von Hanau und Halle zeigen, wie mörderisch der deutsche Rassismus ist.

Diese Anschläge richten sich gegen eine Gesellschaft, in der alle Menschen frei von Angst und selbstbestimmt leben können sollten.

Unsere Solidarität gilt unseren Nachbar*innen und allen Betroffenen von rechter Hetze und Gewalt.
Wir fordern die konsequente und lückenlose Aufklärung aller rechter Gewalttaten!

Wir treffen uns am Freitag, den 26.06.2020 um 17:00 Uhr am Herrmannplatz.

Demo-Route: Vom Hermannplatz über die Sonnenallee via Konditorei Damaskus in die Wildenbruchstraße, Ende am k-fetisch.

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StudioAnsage: Sondersendung „Was läuft falsch in Neukölln“

Mit NKWatch und Ini „Kein Generalverdacht“ auf Mixcloud.

Das ganze Skript des Gesprächs zwischen NK-Watch und Kein Generalveradacht: Weiterlesen

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Fotostrecken: Burak Gedenken 2020

Danke an alle für die Einreichungen!

Fotos aus Treptow, Friedrichshain, Lichtenberg und noch mehr vom Rathaus Lichtenberg, Wedding und ein Video aus Mitte, wo gegenüber des Amtssitzes des Innensenators ebenfalls plakatiert wurde.

Einige Impressionen


Berliner Straßenland


Julius Leber Brücke in Schöneberg


Plakatwände in Neukölln


Noch mehr aus Friedrichshain


Vom Rathaus Lichtenberg

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Aktionen zum Todestag von Burak

Am 5. April jährt sich zum 8. mal der Mord an Burak Bektaş. Wie schon die Antifa-Demo durch Neukölln, die für den 21.3. geplant war, wird nun auch die Gedenk-Demo für Burak wegen Corona bzw. den Beschränkungen des öffentlichen Lebens nicht stattfinden.

Die Initiative zur Aufklärung des Mordes an Burak hat dazu aufgerufen „individuell zu gedenken“. Am 5.4. zwischen 14 und 17 Uhr sollen Blumen etc. am Gedenkort (Rudower Straße / Möwenweg) niedergelegt werden.

Außerdem gibt es 17 verschiedene Plakate mit kritischen Fragen und
Forderungen die selbstständig ausgedruckt werden können. Gute Orte zum Aufhängen dieser Schilder sind Verkehrsknotenpunkte, noch geöffnete Läden und natürlich die sogenannten Sicherheitsbehörden, an die sich viele der Fragen richten.

Schickt Fotos/Videos von euren Aktionen an neukoelln@systemli.org

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Video: „Naziterror in Neukölln“ (13.03.2020)

Die Veranstaltung am 13. März im Offenen Raum Weißensee, konnte nicht stattfinden. Deshalb gibt es das Gespräch jetzt als Video auf Youtube in Spielfilmlänge.

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Keine Ruhe für Nazis in Neukölln

In den letzten Tagen ist einiges im Bezirk passiert und es wurde einiges veröffentlicht was wir hier dokumentieren wollen. Was war also los rund um den 21. März 2020?

In schöner regelmäßigkeit werden Trefforte der Neonaziszene in Neukölln auf Twitter / Facebook usw. öffentlich gemacht. Antifas, die sich kurz versammeln und mit einem Transparent vor den Läden posieren. Achtsamer Protest zu Corona-Zeiten mit entsprechender Online-Außenwirkung. Die ersten Läden, die veröffentlicht wurden waren das Restaurant Novi Sad und das „Casino am Zwickauer Damm“

Offline gab es einige Dinge: Der Hauptverdächtige der Neuköllner Anschlagsserie, Tilo Paulenz wurde in seiner Nachbarschaft in der Gropiusstadt mit Nachbarschafts-Plakaten aus der Anonymität gezerrt. Er ist langjähriger Neonazi-Aktivist und hatte auch eine Karriere als AfD-Kader vor sich. In der Veröffentlichung heißt es: „Nutzt die Corona-Zeit um den Nazis und Rassist*innen weiter zuzusetzen.“
Laut Indymedia wurden bei dem in Nordneukölln lebenden AfD-Beisitzer Julian Potthast eine Scheibe eingeworfen. Er ist nicht nur in Neukölln aktiv, sondern auch bei der Jungen Alternativen und arbeiten im Bundestag für den AfDler Götz Frömming.
Zuletzt wurde das Steakhaus Torero in Rudow attackiert. Dort trifft sich die Neuköllner AfD zu Stammtischen und Bezirksparteitagen. In einer Veröffentlichung heißt es: „Es ist einer der Orte, die die AFD wissentlich und vorsätzlich bewirten.“

Zur Inspiration wurden unter dem Titel „Neukölln: AfDler, Neonazis und ihre Räume“ Fotos und Adressen von Personen veröffentlicht, die dem Neukölln-Komplex zugerechnet werden. In dem Text heißt es: „Die Mehrheit von ihnen war an Gewalttaten beteiligt, einige waren wichtige Kader beim Aufbau der NPD und des NW Berlin in den 2000er Jahren und nun beim Aufbau der AfD.“

Was geht sonst so in Neukölln? Meldet euch bei uns – lasst uns in Kontakt bleibt.

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Podcast: Veranstaltung zu antifaschistischen Strategien in Neukölln

Weil die Veranstaltung am 19. März im Wedding leider ausfallen musste, gibt es sie hier in Audio- und Textform.

Download MP3 (26 MB)

Warum machen wir die Veranstaltung hier eigentlich?
Seit mehreren Jahren beobachten wir Angriffe durch Neonazis in Berlin-Neukölln und reden in diesem Kontext vom Neukölln-Komplex. Weiterlesen

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Demo untersagt. Antifa weiter notwendig

Die meisten haben es schon mitbekommen: Das Neuköllner Bezirksamt hat die antifaschistische Demonstration am 21. März in Rudow per Allgemeinverfügung verboten, um die Ausbreitung des Virus CARS-CoV-2 (aka Corona) abzubremsen.
Das Bündnis Neukölln hat daraufhin die Demo entsprechend abgesagt und gleichzeitig dazu aufgefordert “auf anderem Wege an diesem Tag ein deutliches Zeichen gegen Rassismus und rechten Terror sowie für Solidarität, Respekt und eine offene Gesellschaft zu setzen”.

Dem schließen wir uns an, denn der Neukölln-Komplex bestehend aus AfD, Neonaziszene, Symphatisant*innen in den Sicherheitsbehörden und dem Unwillen der politisch Zuständigen konsequent dagegen vorzugehen, lässt sich nicht durch großflächigen Shutdown aufklären und unter Druck setzen. Was wir brauchen ist mehr Antifa und nicht die Zersplitterung und Vereinzelung.

Wir werden deshalb auch in den kommenden Wochen Wege finden, uns politisch zu artikulieren, Verbündete zu suchen und uns gegenseitig motivieren, weiter aktiv zu sein, ohne uns und andere durch Corona zu gefährden. Aktuell sind uns zwar wichtige Werkzeuge der alltäglichen Arbeit genommen. Doch das gilt – hoffentlich – nur für kurze Zeit. Große gemeinsame Veranstaltungen und Treffen liegen auf Eis – aber Antifa ist nicht vom Tisch.

Der behördliche verordnete Ausnahmezustand ist die Folge des kaputt gesparten Gesundheitswesens. Während erkämpfte soziale Errungenschaften der staatlichen Daseinsvorsorge als erstes relativiert werden (Gesundheit, Bildung, Sport, Freizeit), werden die freiheitseinschränkenden Staatskompetenzen hochgefahren. Der repressive Staat prozessiert ohne Umstände weiter: Flüchtlingsabwehr, Zwangsräumungen, Justiz, Knast, Kriegseinsätze. Dabei müssen Mieten, Kreditraten und Ordnungsgelder weiter gezahlt werden. Dafür wird kein „Shutdown“ beschlossen. Gleichzeitig werden die Möglichkeiten für prekär Beschäftigte an Geld zu kommen immer schlechter. Öffentlichkeitswirksam knickt der private Konsum der Mittelschicht ein (Urlaub, Restaurants, Wellness, Iphone11), doch bei vielen anderen geht es um existenziellere Nöte, die durch Nachbarschaftshilfe allein nicht aufzufangen ist.
Die ohnehin schon schwere Solidaritätsarbeit von NGOs an den europäischen Außengrenzen wird ersatzlos gestrichen. Die Zeichen stehen auf geordneten Rückzug, während sich die Lage für Menschen, die an der Flucht nach Europa gehindert werden, weiter verschärft. Gegen all das zu demonstrieren ist laut Allgemeinverfügung verboten und sich darüber im Plenum, auf Vollversammlungen und Veranstaltungen auszutauschen ebens. Der digitale Ausweg (Telefonkonferenzen, Veranstaltungen als Strams, Podcasts) steht nicht allen zur Verfügung und die meisten sind auch nicht geübt in der digitalen Basisarbeit. Das ist der aktuelle Stand, mit dem wir einen Umgang finden müssen.

Dabei richten wir unseren Appell an euch alle: Der Staat dreht weiter an seinen autoritären Rädern, Neonazis bleiben auch in Zeiten von Corona lebensbedrohlich – also kämpfen auch wir Antifas weiter. Dabei ist das Gebot der Stunde, kreativ zu werden. Protestformen zumindest ins Internet zu bringen, in kleineren Gruppen für Aufmerksamkeit sorgen und den Neonazis keine Ruhe gönnen! Ausgangssperre nur für Neonazis!

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